Grosser Andrang am 16. Gambit-Schülerturnier

Pünktlich und bei traumhaftem Wetter konnte das 16. Gambit-Schülerturnier im schönen Rotonda-Saal des Dreifaltigkeitszentrums in Bern beginnen. Während die Organisatoren mit der richtigen Einstellung der Sonnenstoren beschäftigt waren, wurde an insgesamt 34 Brettern fleissig Schach gespielt.
 
Figuren wurden zeitweise im Eiltempo über die Bretter geschoben. Es darf gesagt werden, dass sich bei den Schachschülern, je älter sie werden, vermehrt Zweifel über die eigene Stellung breitmachen. Sind es doch vor allem die unteren Altersklassen, die jeden Zug selbstsicher und in kürzester Zeit aufs Brett zaubern, währenddessen die älteren U18-Spielern schon gewohnt sind, ihre Bedenkzeit auszunutzen. Ob es sich nun um eine hart umkämpfte Zeitnotpartie oder um einen schnellen Sieg in den ersten drei Minuten handelte, die Motivation war sichtlich spürbar – und die Freude über einen Sieg war den Gewinnern beim Mitteilen förmlich ins Gesicht geschrieben.
 
In der ausgedehnten Mittagspause galt es Sonne zu tanken, um erfüllt mit Vitamin D die Nachmittagsrunden in Angriff zu nehmen. Die stimmungsvolle Atmosphäre auf den Brettern verdrängte auch hier das wunderbare Wetter grösstenteils aus dem Gedächtnis. Gut so, lassen sich auf dem Schachbrett doch nicht nur strahlender Sonnenschein, sondern auch wilde Stürme und Gewitter entfachen. Die angesprochenen Gewitterwolken erreichten später vom Schachbrett aus auch den Himmel über dem Rotonda. Wo zuvor Storen die Sicht der Spieler vor Sonnenlicht schützten, leuchtete nun künstliches Licht die Bretter aus.
Dank der hervorragenden Organisation von Schachklubs und Eltern fanden viele Schachhungrige die Möglichkeit, sich an diesem Schüler-Grand-Prix-Turnier zu messen. Schnell wurde allen klar, dass es beim Gambit-Turnier nicht nur ums Schachspielen geht; die Zeit für einen kleinen Schwatz, die lange Mittagspause und auch das liebevoll präsentierte Buffet machen das Gambit-Schülerturnier erst zu dem, was es eigentlich ist: einem Event für Gross und Klein.
 
Grosser Dank gebührt der Bücherei Stauffacher, Migros Aare und Coop für das Preissponsoring sowie den zahlreich erschienenen freiwilligen Helfern, die sonntags so früh auf der Matte erschienen sind.
Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr.